Mit der
Chronik,
dem Offenen Aktionsplan und
der Geschäftsordnung
möchte sich das Werderaner Bündnis KURAGE vorstellen.


Rahmenbedingungen

Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist die Aufgabe aller gesellschaftlichen Akteure – Politik muss jedoch den Rahmen dazu setzen und entsprechende Initiativen fördern.

Um Rechtsextremismus wirksam und nachhaltig entgegenzutreten, bedarf es der Kenntnis über dessen Wesen und Erscheinungsformen. Fachkompetente Initiativen sind so abzusichern, dass sie ihre Kenntnisse über Ziele, Ideologie, Struktur und Aktionsformen der verschiedenen Strömungen des Rechtsextremismus didaktisch aufbereitet an Multiplikator/innen aus Schule und Jugendarbeit, aber auch an Behördenmitarbeiter/innen, Politiker/innen und weitere interessierte Personengruppen weitergeben können. Behördliches und verwaltungsrechtliches Handeln gegenüber rechtsextremistischen Akteuren in den Regionen Brandenburgs war in der Vergangenheit auch von Unsicherheit und Unkenntnis geprägt. Hier bedarf es einer Bündelung von Fachkompetenz und der ressortorientierten Weitergabe von Praxiswissen über die sozialen Alltagsverankerungen rechtsextremistischer Politikangebote.

Viele Menschen sind in unserem Land bereits aktiv gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Hauptamtlich oder im Ehrenamt engagieren sie sich für die Ausgestaltung einer lebendigen Demokratie und die Stärkung der Zivilgesellschaft. Das Land Brandenburg hat mit seinem Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg, dem Mobilen Beratungsteam und dem zivilgesellschaftlich orientierten Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit langjährig bewährte Grundlagen geschaffen.

Neben dem landesweiten Netzwerk sind vergleichbare Kooperationsformen auch auf regionaler oder lokaler Ebene weiter zu entwickeln. Das Werderaner Bündnis KURAGE für Kulturaustausch, gegen Rassismus und Gewalt hat sich in dieser Absicht gegründet. Die wertvolle Hilfe des Mobilen Beratungsteams soll hier ausdrücklich benannt werden. Um die Arbeit für ein demokratisches Gemeinwesen weiter zu intensivieren, ist die Kommunikation und Kooperation der vor Ort tätigen demokratischen Parteien, Gewerkschaften, Vereine, Stiftungen, Initiativen, Verbände, Kirchen, Schulen und Unternehmen eine zentrale Voraussetzung,. Für den Prozess der Vernetzung möchte KURAGE wirken.